Vier Jahreszeiten Milch nach der Maxime "Weiniger ist mehr"

Im schönen Lentföhrden leben 30 Milchkühe bei Familie Möller. In der vierten Generation bewirtschaften Bauer Hans, seine Frau Anette und Sohn Maik den Hof. Annette ist die erste Ansprechpartnerin für Kundenkontakte und Maik übernimmt alles Administrative.
 
Aber was macht diesen Hof so besonders?
Seit Hans vor 20 Jahren den Hof übernommen hat, wirtschaften sie zertifiziert ökologisch, sogar mit einem noch höheren Standard als es Bioland vorgibt.
 
Aber warum?
Hans absolvierte sein drittes Ausbildungsjahr auf einem anderen Hof. Dort wurden neben den Kühen auch 3.500 Hühner in einer Legebatterie gehalten. Als er die dortigen Zustände gesehen hatte, wusste er, das möchte er seinen Tieren nicht antun.
So kam er zu einem ökologischen Betrieb.

Was genau bedeutet das für die Kühe bei Familie Möller?
Es ist die Art und Weise wie die Tiere gesehen werden. Sie sind nicht wie bei vielen konventionellen Bauern das Mittel zum Zweck, wo es nur um Quantität geht.
Andere Bauern halten oft mehr als 200 Kühe.
Hier ist die Kuh nicht nur ein Tier, sie ist ein Mitarbeiter, der wertgeschätzt und so artgerecht wie es nur geht gehalten und behandelt wird.

Dazu gehört, dass die Fütterung der Tiere hauptsächlich aus Gras und Heu besteht.
Die Kälber Aufzucht ist Mutter gebunden, sogar die männlichen Kälber werden mit aufgezogen. Die Kälber dürfen bei ihren Müttern bleiben und so lernen, wie man auf der Weide Gras frisst. Viele konventionelle Bauern handhaben es nicht so, denn sie haben Angst um geringe Milchproduktion und Milchmengen. Nicht aber Familie Möller, ihnen bleibt trotzdem genug Milch für ihre traditionellen, regionalen und vor allem frisch verarbeiteten Milchprodukte.

Als ich den Hof besuchen durfte, hatte ich erst Respekt davor auf die Weide seiner Kühe und des Bullen zu gehen, denn ich kannte Höfe, auf denen die Tiere unter anderen Bedingungen gehalten wurden. Diese waren oft sehr aggressiv und ungepflegt.
Hier sah ich saubere und zufriedene Kühe, die keine Angst vor uns Menschen hatten.
Hans erzählte mir, dass er sich bewusst dafür entschieden hat, seinen Kühen die Hörner zu lassen. Denn sie dienen nicht nur als Mineralienspeicher, nein, sie sind auch für die Kommunikation untereinander sehr wichtig. Da sie ihre Hörner auch zur Verteidigung nutzen können, entfernen leider viele Bauern die Hörner ihrer Kühe.

Was macht die Milchprodukte so besonders?
Die vier Jahreszeiten Milch wechselt zu jeder Jahreszeit entsprechend ihren Geschmack.
Sie wird auch nicht, wie sonst üblichen homogenisiert, sondern schonend bei 72 Grad pasteurisiert. Die frische Vollmilch ist naturbelassen und nicht in den Werten ihrer Inhaltsstoffe standardisiert.
Was viele nicht wissen, ist, dass ein Rahm entsteht. Deshalb sollte man die Milch vorher leicht schütteln. Der Rahm besteht aus gesunden Fetten und ist gut für unseren Organismus.
Die Milch hierfür kommt ausschließlich von 6 Höfen vor den Toren Hamburgs. Alle Bauern bewirtschaften ihre Höfe ökologisch entsprechend den Bio-Richtlinien.

Weniger is(st) mehr
Natürlich kann man sagen, dass Bio-Produkte teurer sind als konventionelle. Jedoch bin ich der Meinung, dass für meinen Konsum kein Tier leiden soll.
Ich bezahle gerne mehr Geld für Lebensmittel tierischen Ursprungs, denn jeder Einkauf ist wie ein Stimmzettel. 
Meiner soll für die Tiere und ihre Bauern sein, die sich für artgerechte Haltung stark machen.
 
So sieht es auch Hans dessen Maxime es ist, dass weniger mehr sei, wir alle bewusster konsumieren und leben und auf überflüssiges verzichten sollten.